Kunden vs. Dienstleister

Jeder ist Kunde und kennt den Blick des Kunden auf den Dienstleister. Heute widmen wir uns aber mal dem Thema „Wie sieht der Dienstleister den Kunden“.

Findest Du, Du bist ein guter Kunde? Hast Du eine hohe Erwartungshaltung gegenüber Dienstleistern? Machst Du Unterschiede?

Wir als Dienstleister haben selbstverständlich auch eine Erwartungshaltung gegenüber unseren Kunden und versuchen im Gegenzug mit Service zu überzeugen und mit Leistung und Wissen zu glänzen. Was wir von unseren Kunden erwarten? Das ist leicht und kurz zusammengefasst: Fairness und Feedback. Leider sieht der Alltag etwas anders aus. Man schreibt Angebote, auf die man keine Antwort erhält, Kunden vergleichen nur Preise, definieren aber nicht, was genau sie dafür bekommen und man wird mit vielen anderen Dienstleistern in einen Topf geworfen, Rechnungen werden Wochen und Monate zu spät oder manchmal sogar gar nicht bezahlt. Das sind aber nur einige wenige Umstände, mit denen wir tagtäglich konfrontiert werden. Bei alle dem vergisst der Kunde, dass wir auch leben und unsere Rechnungen zahlen müssen. Schreiben wir ein Angebot und es kommt zu keinem Auftrag, nicht mal zu einem Feedback, so haben wir gearbeitet ohne dabei etwas zu verdienen. Beraten wir jemanden am Telefon, so mussten wir uns dieses Wissen vorab aneignen, was sowohl Arbeit wie auch Kosten verursacht hat. Auch hier kommen wir ohne Fairness und Feedback nicht weiter. Fair ist es, wenn der Kunde unsere Serviceleistung der Beratung zu schätzen weiß und die Leistung auch von uns bezieht. Sollte er die Leistung von uns nicht wahrnehmen wollen, so würden wir uns schon über ein kurzes Feedback freuen, vor allem wenn noch eine Begründung hinzugefügt wäre, aber das ist auch eher selten der Fall. Haben wir einen Auftrag zur Zufriedenheit des Kunden ausgeführt und die Zahlung erfolgt weit über das Zahlungsziel hinaus oder teilweise auch gar nicht, so haben wir bis dahin wieder für „umme“ gearbeitet, jedoch wurden uns noch Kosten verursacht, für die wir in Vorkasse gegangen sind, was einen riesigen Rattenschwanz an Problemen nach sich zieht. Das in den Auftrag investierte Geld fehlt. Die Mitarbeiter, die am Auftrag gearbeitet haben, werden vorerst oder gar nicht dafür entlohnt (die Probleme ziehen sich auch bis in deren Privatleben!). Den Zahlungsverpflichtungen der Firma kann nur zu spät oder gar nicht nachgekommen werden, und es entstehen weitere unnötige Kosten, für die erst einmal niemand anderes aufkommt als der Dienstleister. Ist das fair? Lass es mal sacken.

Der Kunde hat dem Dienstleister gegenüber also ebenso eine Verantwortung wie umgekehrt. Der Kunde bestimmt mit seinem Verhalten darüber, ob der Dienstleister seine Preise überdenken und erhöhen muss, oder sogar darüber, ob die Firma des Dienstleisters sich weiterhin halten kann oder eben auch nicht. Sind unter diesen Gegebenheiten Fairness und Feedback zu viel verlangt?

Als Dienstleister, die mit diesen Problematiken vertraut sind, versuchen wir es als Kunden besser zu machen. Wir wissen die Serviceleistungen zu schätzen, verlangen nichts, was wir auch nicht gleich bezahlen können und zahlen pünktlich, ebenso wie wir Feedback geben, egal ob Lob oder Kritik, damit der Dienstleister damit arbeiten kann und sich respektvoll behandelt und geschätzt fühlt, ebenso wie wir keine Schlüssellochgucker sind, die nur Preise, aber keine Leistungen vergleichen.

Vielleicht konnten wir Dich auch etwas zum Nachdenken anregen. Schreib uns doch einfach, wie Du das so siehst. Bist Du ein guter Kunde oder sogar ein guter Dienstleister? Stichwort: Feedback 😉

Erster Blogbeitrag

„Wir brauchen einen Blog!“ – „Wir brauchen einen was?“ – „Einen Blog!!!“ – „Ähm … okay, für was?!“

„Ich hatte da mal so einen Typ, der stand plötzlich bei uns hinten im Laden und war voll mit Gras und Ästen, weil er wochenlang im Wald gelebt hat. Brauchen wir sowas?“

…fast genau so war der Wortlaut, als wir uns entschlossen, einen Blog zu starten. Aber die Idee war nahe liegend – immerhin haben wir gerade unser Unternehmen Service Empire auf den Markt gebracht. Also: Gesagt – Getan!

Nur wie startet man so einen Blog? Und vor allem: Wie funktioniert das denn hier alles? Es folgten Wutausbrüche, hysterische Lacher, genervtes Augenrollen aber schließlich dann unser Blog und somit auch dieser erste Eintrag.

Wir möchten diesen Blog dafür nutzen, um Euch mit in die Gastronomie zu nehmen. Wir arbeiten selbst als Gastronomen und kennen uns bestens mit dem Service & Co. aus und haben somit natürlich schon die ganze Palette von Stories miterlebt – von lustigen Gästen bis hin zu dem Wunsch einfach mal alle Teller auf den Boden zu schmeißen und schreiend aus dem Laden zu rennen. Genau diese (im Nachhinein) lustigen Stories möchten wir hier mit Euch teilen.

Falls Ihr selbst Gastronomen seid, wisst Ihr ganz genau, von was wir hier sprechen. Ihr werdet sicherlich schmunzeln, mit dem Kopf schütteln und vielleicht sogar „Ich dachte so ´n Mist gibt´s nur bei mir“ rufen. Unsere Message an Euch: Ihr seid nicht allein!

Wir wünschen Euch super viel Spaß beim Lesen, Lachen, Kopfschütteln und Staunen.

(Und wir sind natürlich froh, direkt unsere Erlebnisse, Aufreger und Lacher hier niederschreiben zu können – soll ja bekanntlich helfen 😉 !